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Studien
"Eliteschulen von Organisationen oder was ist erfolgreiches Talent Management? – Fiktionen und Wirklichkeit"
"PACE –
TALENTPOLITIK AUF DEM PRÜFSTAND", die neueste Studie der Universität Innsbruck
und der Transformation Management AG Talentmanagement ist für die einen ein hoch
aktuelles, brisantes und emotionales Thema. Andere Unternehmen und Organisationen
sehen Talentpolitik als überbewertete Mode- und Randerscheinung. Dritte wiederum
verfolgen eine „Vogel-Strauß-Strategie“, stecken den Kopf in den Sand und vertrauen
auf das Prinzip Hoffnung: Es wird schon nicht so schlimm kommen. Viele reden
von Talent Management und meinen doch Unterschiedliches. Letztlich geht es –
wie einer der Interviewpartner es ausdrückte - um „personalpolitische Krisenbewältigung“.
Es geht darum, wie sich Unternehmen auf die demographischen Entwicklungen, die
Knappheit qualifizierter Nachwuchskräfte, die zunehmende Unabhängigkeit wichtiger
Know-How-Träger oder den wachsenden Kostendruck einstellen.
Mit dieser Studie haben wir uns auf die Suche nach der Realität und der Vielfalt im Talent Management begeben. Herauszufinden, was wirklich erfolgreiches Talent Management ist, steht dabei im Mittelpunkt unseres Interesses. Mit dem Ziel, dem vorzubeugen, wie es der Personalvorstand eines deutschen Großkonzerns treffend formulierte: „…die Frage ... „rechnet sich das überhaupt?“ … taucht oft erst auf, wenn der Gedanke da ist, dass Sie die falschen Dinge gemacht haben“.
Zwei Zielgruppen stehen im Zentrum unseres Interesses: Erstens die börsennotierten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Von diesen beteiligten sich insgesamt 40 %, darunter Schwergewichte wie Credit Suisse AG, Deutsche Telekom AG, Deutsche Lufthansa AG, OMV AG, RWE AG, SAP AG, Strabag AG oder Wienerberger AG etc. Darüber hinaus wird eine Reihe weiterer Wirtschaftsunternehmen in die Untersuchung miteinbezogen. Talent Management allerdings ausschließlich aus der Sicht von Wirtschaftsunternehmen zu betrachten, blendet möglicherweise andere interessante Zugänge aus. Wir haben deshalb als zweiten Schwerpunkt Organisationen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen mit in das Sample aufgenommen. Die Ergebnisse zur Talentpolitik in namhaften Sportorganisationen, aus hochrangigen Kultureinrichtungen und aus Bildungsinstitutionen zeigen deren spezielle Herausforderungen; ihre Lösungsansätze beinhalten auch ein erhebliches Lernpotenzial für Wirtschaftsbetriebe.
Konkret konzentrieren wir uns in der Analyse auf die strategische Einbindung der Talentpolitik, die unternehmens- und organisationsspezifischen Herausforderungen, die konkreten Maßnahmen und Wirkungen und nicht zuletzt die Zukunftsperspektiven.
Konkrete Ziele der Studie sind u.a.,
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aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Talentpolitik zu bestimmen,
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die Vielfalt organisatorischer, inhaltlicher und methodischer Ansätze der Talentpolitik nachzuzeichnen,
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Unternehmen und Führungsnachwuchs im Hinblick auf eine strategische Talentpolitik zu sensibilisieren,
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den teilnehmenden Unternehmen und Organisationen eine Möglichkeit zum Benchmark anzubieten
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mögliche Schwierigkeiten praktischer Talentpolitik ebenso sichtbar zu machen, wie ungeplante Nebenwirkungen ausdrücklich zur Diskussion zu stellen. So lässt sich beispielsweise in einigen Unternehmen beobachten, dass die eingesetzten Auswahlkriterien für Talente und die zum Einsatz kommenden Instrumente zunehmend zu einer Homogenisierung und Standardisierung des Führungskräftenachwuchses und zur Produktion von Führungs-Narzissten führen.
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Unsere Projektgruppe PACE (bestehend aus Dr. Daniel Tschofen, Martin Kupiek,
Sabine Pöppl, Katharina Schinagl und Kathrin Scharmer) erarbeitete unter der
wissenschaftlichen Leitung von Prof. Stephan Laske und Dr. Gerhard Graf zunächst
auf Basis theoretischer Grundlagen einen Fragenkatalog zum Themenfeld Talentmanagement.
Dieser bildete den Rahmen für semistrukturierte Interviews mit HR-Leitern und
CEO’S dieser Unternehmen. Dabei gab man den Interviewten Zeit und Raum für längere,
narrative Interviewpassagen.
Die Ergebnisse der persönlichen Interviews führten zu einer weiteren Anpassung und Differenzierung des Fragenkatalogs für die Telefoninterviews. Neben qualitativen Elementen wurden eine Reihe spezifisch quantitativer Messkriterien festgelegt. Dafür wurde ein auf Talentmanagement zugeschnittenes Reifegradmodell entwickelt. Dieses ermöglicht konkrete und übersichtliche Unternehmens-, Branchen- und Länderbenchmarks.
Die Interviews wurden mit NVivo8 ausgewertet. Aussagen über Ziele, Return on Investment, Stolpersteine, Erfolgsfaktoren und vieles mehr geben einen umfassenden Überblick über den State-of-the-Art des Talentmanagements.
Die empirische Datenerfassung wurde im ersten Schritt mit Fokus auf Wirtschaftsunternehmen
Ende Februar 2010 abgeschlossen. Die Ausweitung der Analyse auf Organisationen
aus anderen gesellschaftlichen Bereichen wie z. B. Kunst, Kultur und Sport erfolgt
derzeit. Diese Erkenntnisse fließen Schritt für Schritt in das Gesamtergebnis
der Untersuchung ein. Am 16. März 2010 sollen erste Ergebnisse unsere Studie
PACE auf der Career & Competence in Innsbruck von der Transformation Management
AG und dem Institut für Organisation und Lernen gemeinsam erstmals der Öffentlichkeit
vorgestellt. Für die teilnehmenden Organisationen und Unternehmen sind individuelle
Auswertungen mit Kurzpräsentationen und gemeinsame Lernworkshops mit Impulsvorträgen
zu den Ergebnissen geplant. Die Gesamtstudie soll im Frühsommer 2010 auf den
Markt kommen. Ausgewählte Befunde werden in Zeitschriften, Vorträgen und Diskussionsforen
veröffentlicht.
Die Projektleiter:
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o. Univ.-Prof. i.R. Dr. Stephan Laske
Institut für Organisation und Lernen Universität Innsbruck
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Prof. Dr. Gerhard Graf
Vorsitzender des Vorstandes Transformation Management AG |
Projektmitarbeiter:
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Dr. Daniel Tschofen
Institut für Organisation und Lernen
Universität Innsbruck
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Martin Kupiek
Partner Transformation Management AG
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