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Stolpersteine im Talent Management

Im strukturellen Kontext:

Pfeil Unzureichende Zielklärung und Information über Talentmanagement
Pfeil Mangelnde IT-Unterstützung des Talentmanagement
Pfeil Keine hinreichenden adäquaten Stellenangebote für Talente nach einer Förderphase
Pfeil Risiko der Produktion „ewiger Talente“ („Prinz Charles-Syndrom“)
Pfeil Gefahr mangelnder Abstimmung und Kooperation von HR und „Business“
Pfeil Zu starke Konzentration des Talentmanagement auf die Nachfolgeproblematik
Pfeil Das Sichtbarmachen von Talenten erzeugt z.T. interne Konfliktpotenziale und externe Begehrlichkeiten (Zitat eines CEO CH: „Wir schauen jetzt systematisch auch auf die Talente unserer Wettbewerber“)
Pfeil Mit Talent-Förderprogrammen entstehen Inseln, Inseln isolieren …

Beim instrumentellen Vorgehen:

Pfeil Wenig Nachhaltigkeit („was passiert, wenn nichts passiert …?“)
Pfeil Keine bzw. unzureichende Verknüpfung mit den sonstigen HR-Instrumenten
Pfeil Mangelnde Trennschärfe in der Auswahl (Gießkannenprinzip)
Pfeil Nur oberflächliche Erfolgskontrollen
Pfeil Mangelndes regelmäßiges Monitoring der Talente (tracking)
Pfeil Notwendigkeit der Balance zwischen Fördern und Fordern
Pfeil Unzulängliche internationale Ausrichtung der Förderprogramme
Pfeil Bildung von „Goldfischteichen“ beinhaltet das Risiko der Trennung vom Business

Bei Vorgesetzten und Führungskräften:

Pfeil Mangelnde Akzeptanz von Talentmanagement bei Führungskräften
Pfeil Mangelnde Kompetenz und/oder Bereitschaft zur sorgfältigen Beurteilung von Per-formance und Potenzial der möglichen Talente
Pfeil Mikropolitisch motivierte Nominierung von Talenten durch Vorgesetzte
Pfeil Zahl der Talente im eigenen Bereich als Reputationsindikator („Politisierung“ des Nominierungsprozesses)
Pfeil Wegsperren von Talenten – „lass sie nicht sichtbar werden, sonst holt sie dir einer weg“
Pfeil Unzureichendes Führungsverständnis, das Talentförderung nicht als Aufgabe be-greift
Pfeil Nominierung von Talenten „auf Zuruf“ (z.B. Mitglieder der Eigentümerfamilie sind qua Taufschein „Talent“)
Pfeil Risiko, dass bei den Auswahlprozeduren nur mehr „standardisierte tough guys“ als Talente gelten und kreative Vielfalt vernachlässigt wird.

Bei den Talenten selbst:

Pfeil Risiko der Passivität, der Hochnäsigkeit und der mangelnden Selbstverantwortung (Beispiel: Forderung nach Gehaltserhöhung nach Ernennung zum Talent; Verlust an Bodenhaftung …)
Pfeil Grundhaltung: „jetzt bin ich Talent, macht was aus mir!“ …
Pfeil Entwicklung unrealistischer Ansprüche und erwartete Karrieresicherheit; Risiko der Demotivation, wenn sich die Erwartungen nicht gleich erfüllen
Pfeil Risiko der Überforderung, zu schneller Karrieren und Entwicklung
Pfeil Risiko der Abschottung von Business und Alltag
Pfeil Risiko, dass nur mehr ein Typus von Talenten gefördert wird
Pfeil Werthaltungen von Talenten müssen nicht zwingend auf Konkurrenz und Wettbewerb ausgerichtet sein


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